Der Frauen-Versteher

Benjamin Keck ist Kommunikationsdesigner und hat im Februar 2009 als Diplom-Arbeit 8 Faltplakate entworfen, die sich rund um Sneakers drehen. Wir haben ihm drei Fragen gestellt.

BenjaminKeck

Benjamin, du bist ein seltenes Exemplar der Männer, die den Schuhtick mancher Frauen wahrscheinlich ganz gut nachvollziehen können. Wie kommt das?
„Naja, ich komme aus dem HipHop-Bereich und da waren Schuhe schon immer ein Statussymbol. Ich denk da an die Superstars von Run DMC oder die Breaker-Pumas mit Fat Laces aus „Beatsreet“. New York Rapper haben immer Hi-Tec-Boots getragen. Der Wu-Tang-Clan hat den Wallabe in die europäischen Jugendzimmer gebracht. Was ich sagen will, ist, dass neben dem damals wichtigen inhaltlichen Teil, die Mode, speziell Schuhe, eine für mich wichtige Rolle gespielt haben. Heute kenn ich fast mehr männliche Nerds als Sammlerinnen. Mein fast komplettes Umfeld ist auf Air Max und Dunks gepolt. Bei den Mädels war das vielleicht schon früher so mit dem Schuh-Tick. Und bei den Jungs kommt es halt langsam auch in Mode Schuhe zu sammeln und farblich passend zur Mütze zu tragen.“

Kannst du uns die Geschichte deiner Plakate noch einmal kurz erzählen?

„Ich mußte mein Dipom 6 Monate vor Bearbeitung anmelden. Es galt also ein Thema zu suchen. Ein Buch wollte ich nicht machen. Da gibt es schon zuviele im Sneaker-Bereich. Ich war zu der Zeit ziemlich auf Air Max gepeilt und um mich herum waren auch alle im Sneaker-Wahn.
Alle hatten auf einmal Schuhe aus Japan, den USA, customized, bunt, limited, schlag mich tot… Außerdem wollte ich für´s Diplom etwas machen, worauf ich auch nach der Studienzeit noch aufbauen kann.
Also kreuzte ich Texte historischer Philosophen und Schriftsteller mit modernem Sneaker-Design. Die einzelnen Themen der Plakate entstanden dann ganz automatisch. Meine Dozentin wollte dann unbedingt, dass ich auch was über Frauenschuhe mache bzw. nicht nur auf Männer-Sneaker fixiert bin. Et voila, siehe Homepage.“

Und welchen Turnschuh siehst du an einem Frauenfuß am liebsten?
„Die Klassiker: Nen Stan Smith oder nen Oldschool-Puma. Bloß keine Vans oder Chucks!“

Auf Benjamins Homepage könnt ihr die Plakate von allen Seiten bewundern.

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